Auch wir machen mal Urlaub...
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Der Käsestadl Geschichte und Tradition - damals bis heute

Der Käsestadl wurde von mir - Joachim Paul - im Jahr 2000 eröffnet. Der Umgang mit Milch und Käse wurde mir schon in die Wiege gelegt, denn schon als Kleinhirte mit 8 Jahren, gehörte es zu meinen Aufgaben, auf der Alp die Ziegen eigenverantwortlich zu versorgen, sie zu melken und die Milch zu Käse zu verarbeiten. Im Winter am Bergbauernhof und im Sommer zwischen den Tieren am Berg aufgewachsen, war mir der weitere Lebensweg vorgezeichnet und so manche Besonderheit gibt's da zu erzählen.

Mit den Jahren übernahm ich mehr und mehr Verantwortung und schließlich bewirtschaftete ich zusammen mit meiner Familie u.a. die Alpe Schlappold im Gebiet Fellhorn / Kanzelwand sowie die Alpe Melköde im Schwarzwassertal.

Ein Leben auf der Alp

Wer so ein Leben einmal gewohnt ist, der kommt nicht so leicht davon los.

Ohne Fernseher, Radio und elektrisches Licht, bedeutet es gerade für den Nachwuchs und den Zusammenhalt einer Familie etwas ganz besonderes. Da lässt es sich leicht nachvollziehen, dass ich es zusammen mit meiner Frau sehr genossen habe, die 5 Kinder in dieser Umgebung – zwischen Ziegen & Geißen, Kühen & Kälbchen, Hasen, Hund, Katz & Maus – heranwachsen zu sehen.


Werdegang - die Milchwirtschaft und ich

Für den Werdegang spielte die wirtschaftliche Bedeutung der Milchwirtschaft natürlich auch eine große Rolle. Ganz besonders zur Kriegs- und Nachkriegszeit und sogar bis weit in die 60er Jahre, war der Käse beispielsweise begehrtes Tausch- und Zahlungsmittel und wurde im Allgäu gegen alles getauscht, was es im Tal nicht gab – von Kartoffeln und Gemüse über Getreide bis zu Treibstoff und Ersatzteilen für die Maschinen.

Im Sommer wurde das Vieh aus dem "Unterland" auf die Alp gebracht und umgekehrt, überwinterten die eigenen Tiere bei den Bauern im Unterland. Die Erträge blieben jeweils vor Ort und wurden zu Käse und Butterschmalz verarbeitet, was dann u.a. die Nahrungsgrundlage für die Wintermonate darstellte.

Zusammen mit der einhergehenden Fleischproduktion, verhalf diese perfekt funktionierende "WIN-WIN-Situation" den Milchbauern zu Wohlstand und Ansehen.

Kein Wunder also, dass ich diesem Berufstand bis heute treu geblieben bin.


Seit dem Jahr 2009 hält nun meine Tochter Nadine die Fäden im Käsestadl
in der Hand und leitet das Geschäft ganz in meinem Sinne und zudem mit meiner
tatkräftigen Unterstützung.